Lieber manchmal schmunzeln statt vorschnell abmahnen

Angry Boss Abusing EmployeeIronische Aufkleber, vermeintliches Auslachen, das „Duzen“ eines Kollegen oder Aktenordner im Büro auf den Tisch knallen, das sind noch keine Gründe für eine Abmahnung. Eine Abmahnung muss verhältnismäßig sein, und der betroffene Arbeitnehmer muss auch zuvor angehört werden, stellte das Arbeitsgericht Paderborn in einem vor kurzem veröffentlichten Urteil vom 09.06.2016 klar (AZ: 2 Ca 457/15). weiterlesen …

Zwei Bauern aus Bayern, eine Kröte und 50 Mark

Coaching, Motivation, successAuch diese Woche möchte ich mit einer Anekdote beginnen, die aus Bayern stammt:

Zwei benachbarte Bauern, die sich nicht leiden können, treffen sich nach dem Kirchgang und finden eine Kröte am Weg.

„Bal du die hoibe Krottn frisst, zoi in dia fünfzig Mark!“ sagt der eine. weiterlesen …

Muss Fußballfan 30.000 EUR wegen eines Böllerwurfs zahlen?!

Schmeißen Fußballfans während eines Spiels Böller in die Zuschauermenge, kann dies teuer werden. Denn muss der Fußballverein deshalb eine vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhängte Verbandsstrafe zahlen, kann der Verein von dem Fußball-Fan Schadenersatz fordern, urteilte am Donnerstag, 22.09.2016, der Bundesgerichtshof (BGH) (AZ: VII ZR 14/16). Die Karlsruher Richter gaben damit dem 1. FC Köln recht. weiterlesen …

Kann der Betriebsrat die Durchführung eines konkreten BEM erzwingen?

bemIn meinen beiden vorherigen Beiträgen zum BEM habe ich mich zum einen mit den Informationsrechten und zum anderen mit den Mitbestimmungsrechten des Betriebsrats befasst.

Aber was hilft es, Rechte zu haben, wenn der Arbeitgeber seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Kann der Betriebsrat aber im Einzelfall die Durchführung eines BEM erzwingen? weiterlesen …

Arbeitszeugnis auf rosa Papier?! Geht gar nicht!

© FM2 - Fotolia.comAuch in Kleinbetrieben wie einer Arztpraxis muss der Chef Arbeitszeugnisse nicht selbst unterschreiben. Er kann stattdessen einen „Personalleiter“ damit beauftragen, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Schleswig-Holstein in Kiel in einem kürzlich veröffentlichten Urteil vom 23.06.2016 (AZ: 1 Ta 68/16). weiterlesen …

Welche Mitbestimmungsrechte stehen dem Betriebsrat beim BEM zu?

bemIn meinem vorherigen Beitrag habe ich mich damit beschäftigt, welche Informationsrechte die Interessenvertretungen beim Thema BEM haben.

Nun soll es um die Mitbestimmungsrechte im Zusammenhang mit dem BEM-Verfahren gehen.

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Welche Informationsrechte stehen dem Betriebsrat beim Thema BEM zu?

bemDer Gesetzgeber hat in § 84 Abs. 2 Satz 1 SGB IX vorgesehen, dass der Arbeitgeber das BEM gemeinsam mit dem Betriebsrat bzw. Personalrat durchzuführen hat. Bei schwerbehinderten oder diesen gleichgestellten behinderten Arbeitnehmern ist auch die SBV, die Schwerbehindertenvertretung, hinzuziehen.

Der Arbeitgeber hat all diesen Interessenvertretungen mitzuteilen, welcher Beschäftigter ein Recht auf ein BEM hat bzw. welchem Arbeitnehmer ein BEM angeboten worden ist. weiterlesen …

Der Fuchs und die Katze

Coaching, Motivation, successDie neue Woche möchte ich mit der Metapher „Der Fuchs und die Katze“ beginnen:

Es trug sich zu, dass die Katze in einem Walde dem Herrn Fuchs begegnete, und weil sie dachte: Er ist gescheit und wohl erfahren und gilt viel in der Welt, so sprach sie ihm freundlich zu. weiterlesen …

MDK-Gutachten entkräftet Zweifel an Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung – Arbeitgeber muss Gehalt bezahlen

© PeJo - Fotolia.comFür den Nachweis ihrer Arbeitsunfähigkeit können Arbeitnehmer auch ein Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) heranziehen. Das MDK-Gutachten kann mögliche Zweifel an der normalen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entkräften, wie das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg in Stuttgart in einem am 08.09.2016 veröffentlichten Urteil vom 06.07.2016 entschied (AZ: 9 Sa 20/16). weiterlesen …

Kampf um die Kakadu-Haltung landet vor Gericht

Krächzen, Kreischen und Pfeifen – die Stimme von Kakadus ist vielfältig und laut. Doch mit Baurecht kommen Kakadu-geplagte Anwohner dem Vogellärm nicht bei, wie das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen in Münster in einem inzwischen schriftlich veröffentlichten Urteil vom 18.02.2016 entschied (AZ: 10 A 985/14). Ordnungsrechtliche Auflagen sind danach aber möglich. weiterlesen …